Sonntag, 1. November 2009

Die Zeit aus Gold...

... und Rot ist wieder da.
Wie kann man das vergessen? Wie kann man der Meinung verfallen, es sei zu kalt oder zu ungemütlich? Der Herbst ist da. Und nicht zu knapp! Satte Farben, wo man nur hinsieht. Mit einem Mal steht man mitten auf einem Weg und um einen tobt ein Spiel aus wunderbaren Farben.
Ich liebe den Herbst! Auf jedem Meter kann man die Welt explodieren sehen.

Ich glaube, es gibt einfach kein schlechtes Wetter. Ob es warm, heiß, kalt oder stürmisch ist. Das Wetter ist etwas unglaublig schönes, von dem man nie genug bekommen kann. Heute zum beispiel war ein wirklich wundertoller Tag! Okay, zugegeben, ich fand es schon schwer, nach ziemlich kurzen Schlaf und noch dazu zum Sonntag kurz nach Sonnenaufgang (heute um 6:56 uhr), mich aufzuraffen. Schon das Wecker ausschalten war leicht zu viel des Guten, aber sobald ich dann einmal auf war, wurde der Tag immer besser :)
Mit einer Tasse Cappuchino in der Hand bin ich zu früher Stunde Richtung Haltestelle gelaufen. Die Neustadt im Schlaf zu erleben ist schon was tolles! Im Zoo war heut auch recht viel los und ich muss sagen, könnte ich es mir leisten jede halbe Stunde eine rauchen zu gehen, dann wär heute ein perfekter Tag gewesen um das zu nutzen ;)
Klar, für einige Tiere war es trotz alledem schon wieder zu kalt. Die Kattas zum Beispiel haben jetzt Winterpause, heißt ihre Insel bleibt geschlossen. Und die Löwen haben heut auch nicht an ihrer gewohnten Stelle auf dem Felsen gelegen. Mein kleiner Papagei allerdings hat sich wieder freudig bereit erklärt mit mir meine Pause zu verbringen und hat die Zeit gleich genutzt um lauter Unsinn zu machen :)
Ein Kollege sagte heut:"Maan, da grinst die kleene wie n (ich weiß nich genau, was er danach murmelte, aber ich füg mal ein Wort ein, was mir in diesem Sinne passend erscheint) Honigkuchenpferd..."
Aber was bleibt einem auch anderes übrig, wenn man grad nach draußen geschickt wurde und der Kopf wunderbar leergefegt ist, von dieser, dem Herbst so typischen kühlen, klaren Luft?!
Warum ist man eigentlich nicht von jedem Tag so verzaubert? Ich find das sollte man mal ganz dringend ändern! Wenn es warm ist, legt man sich in die Sonne und rennt mit kurzen Klamotten rum. Bei Regen, je nachdem welcher Art, stellt man sich raus, bis man völlig durchnässt ist, oder verkriecht sich im Bett und genießt das Geräusch der Regentropfen, die ans Fenster hämmern. Und wenn es kalt ist, dann packt man sich in warme Pullover ( rote ;)...) und läuft und läuft und läuft. Oder man setzt sich an den Rechner, um aller Welt so was unwichtiges zu erzählen, wie, dass es schön ist, wenn es Herbst wird oder ähnliches.
Wenn man einmal früh aufsteht und nicht als erstes denkt: maaan, der Tag ist jetzt schon blöd, wenn ich dran denk was ich noch alles zu tun hab...; wenn man sich fünf Minuten nimmt, um wach zu werden, aufzustehen, ganz einspannt seinen Tag zu beginnen (von mir gesprochen heißt das jetzt Zähne putzen, Cappuchino warm machen, überlegen, was ich so den Tag über brauche und Entsprechendes dann versuchen in den Rucksack zu bekommen, bevor ich mich auf die Fensterbank im Treppenhaus verziehe und meine Guten-Morgen-Zigarette mit dem lecker dampfenden Cappu geniesse. Alles vorrausgesetzt ich habe genug Zeit..hehe..ansonsten mach ich das wie heut, dass ich einfach mit meiner dampfenden Tasse durch die Straßen ziehe), dann wird man zum einen viel besser wach und hat auch noch viel bessere Laune. Und wenn man am frühen Morgen gute Laune hat, dann kann es eigentlich nicht viel geben, was einen aus der Fassung bringt.
So sollte es sein.
Den Tag zu vermiesen schafft man sehr gut allein, da braucht man dem Wetter keine Schuld geben! Aber bevor ich diesen, meiner Meinung nach, recht optimistisch und fröhlich angehauchten Text verderbe, lass ich das Thema lieber Fallen und schau nach, ob ich ein gelungenes Foto finde...
Jutz nächtle


Und? wem fällt auf, dass hier was nich stimmt??

How do you love on a night without feelings?
She says love, I hear sound, I see fury
She says love, not a hostile condition
Love me, wherever you are

Love me wherever you are
wherever you are

(Razorlight - Wire to wire)



Untergegangen ist die Sonne heut übrigens um 16:38 uhr, steht hier...

Samstag, 31. Oktober 2009

Anwendungsgebiete

gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: grippale Infekte, verzögerte Rekonvaleszenz, allgemeine Erschöpfung.

Gegenanzeigen: keine bekannt

... na schau, dann kanns ja nich schaden, wa ;)
Erschöpfung daher, dass es Menschen gibt, die Katzen aus Luftballons unheimlich toll finden. Wenn allerdings diese unechte Katze (ob durch Wind, oder andere physikalische Einwirkungen) anfängt zu laufen, dann finde ich das unheimlich unheimlich!
In den letzten Wochen (oder wars nur eine? Ich hab kein gutes Gedächtnis zur Zeit...) ist glaub ich nich allzu viel passiert. Ich hab mich dran gewöhnt, diese elend vielen Stufen zu erklimmen, um mein Heim zu erreichen. Ich hab mich dran gewöhnt, dass ein Glühweinchen am Abend das schönste des ganzen Tages sein kann. Ich hab mich dran gewöhnt, ziemlich viele Filme zu schauen... Empfehlen kann ich The Invisible. The Boondock Saints. Etwas nun ja, nich ganz so mein Liebligsfilm... Sieben Leben.
Coach Carter hab ich leider nicht zum Ende geschaut, weil ich zwischendrin von einem Zustand des nicht.mehr.denkens und einem tollen Gefühl der Sicherheit (fallen lassen, augen zu... falls meine gedanken grad niemand versteht) abgelenkt wurde. Nächstes Mal schau ich den, wenn ich muntererer bin. Hab nur so ne dunkle Vorahnung, dass dieser Film vielleicht nicht das Beste für einige Menschen dieser Stadt ist...

So und nu... Ich werd mal schauen, ob ich was essbares im Kühlschrank finde, was nich für heute Abend verplant ist.

Immer immer immer immer wieder
steh ich morgens auf
und leg mich abends nieder

immer immer immer immer wieder
stell ich mich einem neuen tag

(Mutabor)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

oh man...

... So viel passiert in den letzten Wochen! Ich weiß gar nicht mehr alles ;)
Wo fang ich an? Also erstmal fällt mir das Festival ein. Drei Tage Death und Trash Metal und was auch immer das das alles war... Auf jeden Fall hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht! Dafür, dass ich bisher doch sehr wenig aus dieser Musikrichtung kenne bin ich trotzdem mit enormer Vorfreude aufgebrochen um mich ein Wochenende lang beschallen zu lassen. Gelohnt hat es sich und das ich viel zu wenig Musik hab stand ja auch vorher schon fest. Inzwischen ist diese Art von Musik mein täglicher Begleiter geworden. Früh, in der Bahn, nachmittags auf dem Weg nach Hause. Ich kann nicht mehr ohne :) Und die Begleitung war natürlich auch vom Feinsten... Also nochmals danke fürs Mitnehmen!
Was passierte sonst so? Ich hab ne Weile bei einer Freundin gepennt und mich so ziemlich schnell auf meine eigenen Beine hochgearbeitet. Mit dem klitzekleinen Nachteil, dass ich ständig kurz vorm Einschlafen bin, weil ich viel zu wenig Schlaf bekomme.
Ich war auch des öfteren Arbeiten. Mal stressig, mal ganz entspannt und Buch lesend. Durch Wintereinbruch in Dresden hab ich erfahren, wie es ist zwanzig Minuten nach dem Aufstehen, wenn man geduscht ist und seinen Cappuchino weg hat einen Anruf zu erhalten, der die niederschmetternde Nachricht übermittelte ich sollte doch lieber zuhause bleiben. Bitte Jungs, wenn, dann ruft doch an, wenn ich noch am Schlafen bin. Dann kann ich mich wenigstens umdrehen und den Schlaf nachholen, den ich am Abend zuvor sausen lassen hab, weil meine Mitbewohner so nett fragten, ob ich nich doch noch Lust auf nen Grog oder nen Glühwein hab...
Wo mir auch so nebenbei die nächste Aktion einfällt, die ich erlebt hab... Ich bin umgezogen :)
In die Dresdner Neustadt hats mich verschlagen. Zu zwei superlieben Mitbewohnern und einem Kater, der mir langsam das Leben schwer macht, weil ihm meine Pflanzen (auf die ich so stolz bin, da sie alle schon mehr als ein Jahr bei mir überlebt haben!) viel zu gut schmecken... Aber ansonsten is er ganz lieb der kleene.
Mein Zimmer nimmt auch langsam Gestalt an. Ein paar Kisten nerven mich zwar noch, aber wenn einer von meinen tollen Jungs sich dazu bereit erklärt mein Bücherregal an die Wand zu hängen (wenn ich das selber machen würde, könnt ich keinen beschuldigen, wenns nich klappt...) dann ist auch dieses Hinderniss erstmal passé. Dann fehlt mir nur noch ein Bett...
Außerdem hab ich die letzten Wochen mit Freude und auch ein bisschen Stolz erlebt, wie es ist im Dunkeln aufzustehen und zu erleben, wie die Stadt erwacht und sich mit Leben füllt. Okay übertrieben, meistens sind schon ziemlich viele Menschen unterwegs, aber ich werd irgendwann mal so früh aufstehen, dass ich auch das erleben kann! Ich hoffe du bist dabei, kleener ;) und erst recht, dass du dich jetzt auch angesprochen fühlst!
Wenn ich nicht auf Arbeit muss, mach ich anderes (logisch...) Sonntag zum Beispiel hab ich die Zeit genutzt, um alle möglichen Kisten auszuräumen. Und dabei hab ich mich enorm gefreut so viele Dinge wiederzufinden, die ich lang nicht mehr gesehen hab ;) Die Kiste, die ein Jahr im Keller stand hat doch wirklich einige Überraschungen zu bieten... neu zu entdecken, in meinem Zimmer. Fotos hab ich gefunden, die schöne Erinnerungen wachrufen und auch gleichzeitig die Frage, wie verdammt krieg ich das Zeug alles an die Wände??
Heut hab ich Krankendienst gespielt und auf meinen kleinen...nuja, in was für einer Beziehung stehen wir genau und wie bezeichnet man das? Also der Halbbruder von meinem Halbbruder sozusagen, aufgepasst. Und ich muss schon sagen, er is n tolles Kind! ganz entspannt war es. Wir haben Kürbisse ausgehöhlt und ich habe glatte drei Stunden Mittagsschlaf gehalten :)
Jetzt sitzen wir wieder in kleiner großer Runde und feiern, dass meine Mitbewohnerin die Zusage für ein Auslandsstudium in Chile erhalten hat :) Ich muss mich dran gewöhnen jeden Tag zu trinken...
Also Prost!
Und bis die Tage

ach ja, an der Mosel hab ich auch ne Weile gesessen...

Mittwoch, 30. September 2009

Liebeserklärung

Als ich dich das erste mal sah, hab ich mein Herz verschenkt.
Seit diesem Augenblick gehört es dir und du kannst damit tun, was du willst.
Jedes mal, wenn ich dich sehe und du zu mir kommst.
Wenn ich in deine wunderschönen Augen sehe und du deinen
Kopf auf meine Schulter legst, ist es um mich geschehen.
Egal wer bei mir ist, wenn ich dich sehe verschwindet alles
aus meinem Kopf. Dann bist du der Mittelpunkt und ich kann nichts anderes,
als dich anzusehen. Ich höre auf zu denken und alle meine Sorgen
sind wie weggepustet. Du bist frei. Es gibt nahezu keine Barrieren in
deinem Leben und doch bist du da, wenn ich dich brauche.
Wenn ich deinen Namen rufe.
Oder du sitzt schon dort, allein und klein auf einer großen Wiese und wartest.
Schaust mich an, wenn ich um die Ecke komme und
fragst mich, warum ich so lang auf mich hab warten lassen :)
Du bist etwas ganz Besonderes! Jeder der dich sieht, oder schon gesehen hat, kann
das bestätigen. Für mich bist du eins der wichtigsten Dinge
meines Lebens. Wenn du nicht mehr bist, dann stirbt auch ein Teil meines Herzens.
Ich liebe dich!
Mein Herz wird immer dir gehören. Ich bin froh, wenn ich in deine Augen schau, zu sehen,
dass auch du das weißt. Und mich genauso liebst.















Gibt es ein größeres Geschenk, als die Liebe einer Katze?
Charles Dickens



Freitag, 25. September 2009

es gibt menschen...

... die schauen einen an und wissen wie es in dir drin aussieht. Egal wie breit dein Lächeln ist, was für lustige Dinge du erzählst. Sie brauchen nur eine Frage zu stellen und die schönste Fassade bricht zusammen. Und trotzdem fühl ich mich geborgen. Vielleicht auch grad deswegen. Ich bin einfach nur ich und egal was ich tue, sage, ausdrücken will, sie verstehen mich oder
auch nicht, aber dann wird mir das auch gesagt und ich habe die Möglichkeit mich, mein Verhalten zu erklären. So einen Freund hab ich. Wenn du da bist, dann gehts mir gut.
Ich kann auch mal abschalten, aufhören zu denken und einfach sein. Ich kann nicht ausdrücken, wie dankbar ich dir dafür bin! Ich versuch es. :)
Auch gibt es einen Mensch in meinem Leben, der mich so gut kennt, sie muss mich nur kurz ansehen und weiß was ich denke. Und dann macht sie unbewusst Dinge, die mir ungemein helfen. Eine Melodie zieht sich zwischen uns entlang. Diese Melodie taucht immer dann wieder auf, wenn unüberwindbare Steine im Weg zu liegen scheinen.

Aber was wär ein Leben ohne Steine? Ich glaub das wäre grausamer, als die Steinchen, die auf unseren Wegen auftauchen. Erst, wenn man unter Kraftaufwand etwas erreicht, kann man doch stolz auf sich sein. Klar, manchmal haben die Steine ziemlich scharfe Kanten und man reißt sich die Handflächen auf, bei dem Versuch sie aus dem Weg zu schieben. An die Narben erinnert man sich wenigstens. Sie bleiben um einem zu zeigen, schau, du hast gekämpft dafür, was du heute hast.
Manchmal möchte man sich sicher in den Schatten eines solchen Steins legen und einschlafen, vergessen und nicht dran denken, dass das ein Stein ist, der dort im Weg liegt. Aber wofür lebt man denn dann? Man lebt, um sich zu finden. Seinen Platz. Der Weg wird nie zuende sein, aber man findet nach jedem Hindernis ein Stück sich selbst.
Ich freu mich auf diesen Weg, denn ich werd immer wieder sagen können, ich bin immer noch ich. Und mir geht es gut. Die Hände bluten noch, aber der Stein versperrt mir nicht meinen Weg.
Dafür kämpft man. Dafür kämpf ich. Ich bin ich.
Und wer bist du?




Ein Freund ist jemand, der die Melodie deines Herzens kennt und dich daran erinnert, wenn du sie einmal vergisst.

Montag, 21. September 2009

wo kämen wir hin...

... wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.

Kurt Marti

Sonntag, 20. September 2009